Bluthochdruck

Hypertonie ist der medizinische Begriff für Bluthochdruck. Das bedeutet, dass der Druck in den Blutgefässen dauerhaft zu hoch ist. Blutdruck ist die Kraft, mit der das Blut gegen die Gefäßwände drückt. Ist dieser Druck über längere Zeit zu hoch, kann das dem Körper schaden. Oft merkt man nichts davon, deshalb wird Bluthochdruck auch „stiller Killer“ genannt. Unbehandelt kann er aber Herz, Gehirn, Nieren und Augen schädigen und zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden führen.


Wie entsteht Bluthochdruck?
Häufige Ursachen sind:

  • Bewegungsmangel
  • Ungesunde Ernährung (viel Salz, Fett, Zucker)
  • Übergewicht
  • Stress
  • Rauchen
  • Zu viel Alkohol
  • Familiäre Veranlagung


Wie behandelt man Hypertonie?

  1. Lebensstil ändern (sehr wichtig):
    • Mehr Bewegung (z. B. Spazieren, Radfahren, Schwimmen)
    • Gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Obst und wenig Salz
    • Gewicht reduzieren
    • Stress abbauen
    • Nicht rauchen
    • Alkohol nur in kleinen Mengen
  2. Medikamente:
    Reicht eine Lebensstiländerung nicht aus, verschreibt der Arzt blutdrucksenkende Medikamente. Diese helfen, den Blutdruck dauerhaft zu senken und Schäden zu verhindern.


Warum ist die Behandlung so wichtig?
Ein gut eingestellter Blutdruck schützt Herz, Gehirn und andere Organe und senkt deutlich das Risiko für schwere Erkrankungen.


Ab wann spricht man von Bluthochdruck?

Der Blutdruck wird mit zwei Zahlen gemessen, zum Beispiel 120 / 80 mmHg:

  • Erste Zahl (oben): Druck beim Herzschlag
  • Zweite Zahl (unten): Druck zwischen den Herzschlägen
  • Normal: unter 120 / 80
  • Noch normal: 120–129 / 80–84
  • Erhöht: 130–139 / 85–89
  • Bluthochdruck: ab 140 / 90


Wie misst man den Blutdruck richtig?

Damit die Messung stimmt, sollte man ein paar einfache Regeln beachten:

Vorbereitung:

  • 5 Minuten ruhig sitzen
  • Nicht direkt nach Sport, Stress, Kaffee oder Rauchen messen
  • Entspannt sitzen, Rücken angelehnt

Während der Messung:

  • Arm locker auf den Tisch legen
  • Manschette auf Herzhöhe
  • Nicht reden oder bewegen

Wichtig:

  • Am besten 2-mal messen und den Durchschnitt nehmen
  • Zu verschiedenen Tageszeiten messen
  • Werte notieren


Nahrungsmittel, die den Blutdruck senken

Gemüse

  • Rote Bete – sehr wirksam
  • Spinat, Mangold, Rucola – reich an Nitrat
  • Brokkoli, Karotten, Tomaten


Obst

  • Banane – viel Kalium
  • Beeren (Blaubeeren, Erdbeeren, Himbeeren)
  • Orangen, Kiwis, Granatapfel


Gewürze & Lebensmittel

  • Knoblauch – besonders wirksam
  • Zwiebeln
  • Ingwer
  • Kurkuma


Sonstiges

  • Haferflocken
  • Nüsse & Samen (Walnüsse, Mandeln, Leinsamen)
  • Olivenöl
  • Fetter Fisch (Lachs, Makrele, Sardinen)
  • Dunkle Schokolade (mind. 70 % Kakao, in kleinen Mengen)


Arzneipflanzen 

Sehr gut wirksam:

  • Weissdorn – stärkt Herz & senkt Blutdruck
  • Olivenblätter – gefäßerweiternd
  • Knoblauch – auch als Kapsel

Beruhigend & unterstützend:

  • Melisse
  • Lavendel
  • Baldrian
  • Passionsblume

Entwässernd:

  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • Birkenblätter


Wichtiger Hinweis

Diese Mittel ersetzen oft keine Medikamente, können aber gut unterstützen.