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Dem Leben eine gute Richtung geben

Philosophische Psychologie und Tugendlehre nach Thomas von Aquin – verständlich erklärt.

Wir wünschen uns ein sinnvolles und erfülltes Leben. Doch was macht uns wirklich glücklich? Was gibt unseren Wünschen, Gefühlen und Entscheidungen eine gute Richtung?

Den Menschen verstehen

Thomas von Aquin bietet ein umfassendes philosophisches Verständnis des Menschen und eines guten Lebens. Er fragt: Was entspricht unserer Natur? Welche Ziele sind gut? Wie helfen Tugenden, Denken, Gefühle und Handeln darauf auszurichten? Er versteht den Menschen als vernunftbegabtes Wesen mit freiem Willen. Mit seinem Intellekt kann er Wahrheit erkennen, Zusammenhänge verstehen und Handlungen beurteilen. Mit seinem Willen kann er das erkannte Gute anstreben und zwischen Handlungsmöglichkeiten wählen. Wesensgemäss zu leben bedeutet deshalb, diese Fähigkeiten zu entfalten und einzusetzen: die Wirklichkeit sorgfältig zu prüfen und das eigene Handeln verantwortlich auf das Gute auszurichten.

Innere Ordnung entwickeln

Denken, Fühlen und Wollen sollen zunehmend zusammenwirken. Diese gute Ordnung des Lebens entsteht schrittweise.  Bei Thomas geht es nicht nur darum, einzelne Probleme zu bewältigen. Es geht darum, durch wiederholtes gutes Handeln beständige Haltungen zu entwickeln und das ganze Leben auf tragfähige Güter auszurichten.

Tugenden als Brücke zum Glück

Tugenden bilden gewissermassen die Brücke zum Glück. Sie sind beständige gute Haltungen, die helfen, unsere Fähigkeiten zu entfalten und das erkannte Gute im Alltag zu verwirklichen. Vier grundlegende Haltungen nennt man Kardinaltugenden:

  • Klugheit hilft, die Wirklichkeit sorgfältig zu beurteilen und angemessen zu handeln.

  • Gerechtigkeit richtet unseren Willen darauf aus, anderen zu geben, was ihnen zusteht.

  • Tapferkeit stärkt uns, trotz Schwierigkeiten für das Gute einzustehen.

  • Masshalten hilft, Wünsche und Genüsse angemessen zu ordnen

Gute Haltungen einüben, hinderliche Gewohnheiten verändern

Zahlreiche weitere Tugenden und unterstützende Haltungen tragen dazu bei, etwa Belehrbarkeit, Geduld und Wahrhaftigkeit. Ihnen stehen Laster entgegen: gefestigte schlechte Haltungen, die gutes Handeln erschweren. Diese Zusammenhänge kennenzulernen hilft, eigene Gewohnheiten zu prüfen. Entscheidend ist, das Erkannte auch zu leben: Erworbene Tugenden wachsen durch Übung, schlechte Haltungen können schrittweise verändert werden. So kann ein gelingendes Leben wachsen – auch angesichts von Krankheit, Leid und offenen Fragen.

Glaube, Hoffnung und Liebe

Darüber hinaus kennt Thomas die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Sie richten den Menschen auf Gott aus, in dessen Gemeinschaft er seine vollkommene Erfüllung findet. 

Entdecken, nachschlagen und weiterdenken

Die Website lädt Menschen ein, das Denken des Thomas kennenzulernen. Verständliche Texte, ein Wörterverzeichnis und Alltagsbeispiele geben Orientierung: Was trägt mein Leben? Welche Gewohnheiten hindern mich? Welche Tugenden möchte ich entwickeln?

Das Gute erkennen. Das Leben danach ausrichten. In Tugenden wachsen.

Wörterverzeichnis

Die wichtigsten Begriffe zur philosophischen Psychologie nach Thomas von Aquin

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